Hebammen zeigen: So sieht eine äußere Wendung aus

So sieht eine äußere Wendung aus

So sanft bringen Hebammen das Baby mit einer äußeren Wendung in die richtige Geburtsposition. Ein beeindruckendes Video.

Eine äußere Wendung kann dann notwendig werden, wenn sich das Baby nicht von alleine in die richtige Geburtsposition drehen will. Im Normalfall bezieht es um die 36. SSW Startposition und rutscht mit dem Kopf tief in das Becken seiner Mutter – unterstützt durch die Senkwehen. Passiert das nicht und bleibt das Baby mit dem Po in Richtung Geburtskanal liegen, spricht man von einer Steißlage oder Beckenlage. Viele Ärzte empfehlen dann aus Sicherheitsgründen einen Kaiserschnitt. Ob das grundsätzlich immer notwendig ist, haben wir im nachfolgenden Artikel hinterfragt.

Die äußere Wendung ist eine Möglichkeit, das Kind zwischen der 36. SSW und der 38. SSW doch noch in die Kopflage zu bringen. Wie genau das funktioniert zeigt dieses Video des Catharina Hospital in den Niederlanden. Es ist beeindruckend, den Hebammen dabei zuzusehen, wie sie mit sanften Bewegungen im Mutterleib bewegen. Mit Erfolg!

4 Kriterien für eine äußere Wendung

Eine äußere Wendung ist aber nicht immer möglich. Diese Bedingungen müssen auf jeden Fall bestehen:

  • Der Po des Babys darf noch nicht zu tief ins Becken gerutscht sein. Er muss für eine äußere Wendung beweglich sein.
  • Es muss noch ausreichend Fruchtwasser vorhanden sein.
  • Der Babybauch darf nicht zu gespannt sein.
  • Die Mutter darf noch keine Wehentätigkeit haben. Das wird mit einer CTG überprüft.

Mit nur 50 Prozent hat eine äußere Wendung statistisch gesehen nur eine relativ geringe Erfolgsquote. Hast du bereits ein Kind vaginal entbunden, sind die Chancen etwas größer. Du solltest auch wissen, dass es sich bei einer äußeren Wendung um einen medizinischer Eingriff handelt. Daher sind auch Komplikationen möglich. Allerdings treten diese sehr selten auf. Trotzdem wird dein Kind während der Wendung genau überwacht. Es werden die kindlichen Herztöne und die Wehentätigkeiten gemessen. Tritt tatsächlich ein Notfall ein, wird das Baby per Kaiserschnitt geholt. Das Klinikpersonal ist aber auf solche Fälle gut vorbereitet.

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