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Dieses Vitamin beeinflusst den IQ deines Kindes

vonJulia Pollich

Forscher haben in einer Studie herausgefunden, wie die Einnahme eines bestimmten Vitamins während der Schwangerschaft die Intelligenz des Ungeborenen beeinflussen kann.

vonJulia Pollich
Studie hat überraschende Ergebnisse veröffentlicht.
Studie hat überraschende Ergebnisse veröffentlicht.
© Unsplash/ Kate Hliznitsova

Höherer Vitaminspiegel gleich höherer IQ

Die Einnahme von Vitaminen und Mineralien in der Schwangerschaft ist für viele werdende Mütter ein wichtiges Thema. So wird zum Beispiel immer wieder Folsäure empfohlen. Auch Magnesium und Eisen gehören ganz oben auf die Liste der Nahrungsergänzungsmitteln. Ein Mangel kann sich negativ auf das ungeborene Kind auswirken.

So haben schon zahlreiche Studien nachgewiesen, dass Schwangerschaftskomplikationen wie eine Frühgeburt, Schwangerschaftsdiabetes oder ähnliches mit einem Vitamin-D-Mangel zu erklären sind. Nun haben Wissenschaftler herausgefunden, dass ein hoher Vitamin-D-Spiegel der Schwangeren einen positiven Effekt auf die Gehirnentwicklung des Nachwuchses haben soll. Die Studienergebnisse wurden in der Zeitschrift „Journal of Nutrition“ veröffentlicht.

IQ-Test liefert entscheidende Ergebnisse

Bei der Studie wurden zunächst Frauen während ihrer Schwangerschaft begleitet, dabei wurde in regelmäßigen Abschnitten der Vitamin-D-Wert ermittelt. Als die Kinder zwischen 4 und 6 Jahre alt waren, wurden sie einem IQ-Test unterzogen. Heraus kam das überraschende Ergebnis: Je höher der Vitamin-D-Spiegel während der Schwangerschaft, desto höher ist auch der IQ des Kindes.

Bei den Frauen, die an einen Vitamin-D-Mangel leiden, hatten die Kinder einen IQ Schnitt von 96. Kinder der Frauen mit höheren Vitamin-D-Werten hatten dagegen einen Schnitt von 103.

Nahezu jede zweite Schwangere weist einen Vitamin D Mangel auf

Besonders auffällig: In der Studie wiesen knapp 46 Prozent der Teilnehmerinnen einen Vitamin-D-Mangel auf. Der Wert lag bei ihnen unter 20 ng/ml. Normal wäre stattdessen 40 bis 60 ng/ml. Studienleiterin Melissa Melough vom Department of Child Health, Behavior, and Development at Seattle Children’s Research Institute geht sogar davon aus, dass bei farbigen Frauen der Mangelwert bei über 80 Prozent der Frauen vorherrscht.

Farbige Frauen besonders stark betroffen

Grund dafür ist das schützende Pigment Melanin, welches bei farbigen Frauen deutlich stärker vorhanden ist. So haben sie ein geringeres Risiko für Sonnenbrände. Jedoch hindert Melanin auch die Produktion von Vitamin D in der Haut. Folglich haben Frauen mit einer dunkleren Hautfarbe einen niedrigeren Vitamin-D-Spiegel. Melissa Melough will ein Bewusstsein dafür schaffen, dass der Vitamin D-Mangel ein weitreichendes Problem ist (auch mit vorheriger Einnahme von Vitamin D). Ärzte sollten sich dessen bewusst werden und auf eine bessere Vitamin-D-Versorgung achten.

Wie viel Vitamin D muss ich zu mir nehmen?

Die empfohlene Menge von 40 bis 60 ng/ml, können viele Frauen selbst mit gesunder Ernährung und ausreichend Sonneneinstrahlung nicht erreichen. Daher ist ein Nahrungsergänzungsmittel laut Melough eine gute Wahl.

Quellen

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