Ist Thunfisch in der Schwangerschaft wirklich so gefährlich?

Ist Thunfisch in der Schwangerschaft wirklich so gefährlich?

Thunfisch + Schwangerschaft: Ist das eine gefährliche Mischung? Lies hier, was das Bundesinstitut für Risikobewertung und das Bundesumweltministerium dazu sagen, welche Folgen für dein Baby möglich sein können und ob sich die Situation in der Stillzeit ändert.

Thunfisch & Schwangerschaft ist keine gute Mischung
Das Bundesumweltministerium warnt: Thunfisch in der Schwangerschaft kann deinem Baby schaden! © Bigstock / Mizina

Thunfisch & Schwangerschaft: Gefahr durch Quecksilber

Thunfisch + Schwangerschaft ist eine wirklich gefährliche Mischung! Auch das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) und das Bundesumweltministerium (BMU) raten Schwangeren und Stillenden deutlich vom Verzehr  von Thunfisch ab. Der Grund: Ebenso wie manch andere Fische weist Thunfisch einen hohen Anteil an Quecksilber auf. Das liegt daran, dass Thunfisch zu den Raubfischen gehört und daher – vor allem je älter er ist – vermehrt Quecksilber in ihm zu finden ist. Welche Folgen für dein Baby kann Thunfisch in der Schwangerschaft haben?

Thunfisch & Schwangerschaft: Folgen für dein Baby

Daher solltest du auf Thunfisch in der Schwangerschaft verzichten. Es gibt zwar festgeschriebene Höchstgrenzen (auf ein Kilo Thunfischfleisch darf maximal ein Milligramm Quecksilber kommen), diese sind jedoch nur für den ausgereiften Organismus als ungefährlich anzusehen. Wenn du als Schwangere Thunfisch isst, gelangt das beinhaltete Quecksilber in den Blutkreislauf des Ungeborenen und kann sich in Folge beispielsweise in dessen Nieren oder Gehirn einlagern. Die Folgen für dein Baby sind mitunter drastisch: Beeinträchtigungen des Nerven- und Immunsystems oder Entwicklungsstörungen des Gehirns. Und wie sieht es in der Stillzeit aus?

Ist Thunfisch in der Stillzeit erlaubt?

Auch während der Stillzeit solltest du auf Thunfisch und andere quecksilberreiche Fische verzichten. Der Grund: Das Quecksilber gelangt über die Muttermilch in den kindlichen Organismus und kann dort bei deinem Baby Schaden anrichten.

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Übrigens: Der Verzicht gilt nicht nur für frischen Thunfisch, sondern für Thunfisch in jeglicher Form. Auch von mariniertem Thunfisch aus der Dose oder Thunfischsalat solltest du in der Schwangerschaft auf jeden Fall die Finger lassen. Vermeide auch andere Fische, die einen hohen Quecksilberanteil aufweisen. Dazu gehören beispielsweise Aal, Hecht, Seeteufel oder Heilbutt. Aber welche Alternativen zu Thunfisch in der Schwangerschaft gibt es?

Thunfisch & Schwangerschaft: Alternativen

Gänzlich auf Fisch verzichten brauchst und solltest du während der Schwangerschaft und Stillzeit aber nicht. Immerhin werden ein bis zwei Fischmahlzeiten pro Woche empfohlen. Unbedenkliche Fischarten sind:

  • Lachs (nicht roh!)
  • Hering
  • Forelle
  • Karpfen
  • Makrele

Mit ihren wertvollen Omega-3-Fettsäuren, Spurenelementen und Vitamin D versorgen sie dich und dein Baby bestens. Dabei solltest du aber auf die richtige Zubereitungsart achten. Roher oder halbroher (zum Beispiel lediglich geräucherter) Fisch ist in der Schwangerschaft aufgrund des Risikos von Lebensmittelinfektionen wie Listeriose und Toxoplasmose nämlich ebenfalls tabu.