Ungeborene können erkennen, wer den Bauch streichelt

Ungeborene können erkennen, wer den Bauch streichelt

Schon Ungeborene genießen Streicheleinheiten. Aber dabei sind sie offensichtlich sehr wählerisch. Nicht auf alle Berührungen reagieren sie gleich. Papas wird das Ergebnis nicht gefallen.

Schwangere liest ein Buch
Die Beziehung zwischen Mutter und Kind ist schon immer ganz besonders. ©Pexels/Josh Willink

Beobachtung durch 4D-Ultraschall

Schottische Wissenschaftler der University of Dundee untersuchten mithilfe eines 4D-Ultraschalls, wie stark Ungeborene auf Streicheleinheiten des Babybauchs reagierten. Bei insgesamt 28 Ungeborenen zwischen der 20. und 33. Schwangerschaftswoche streichelten einmal die Mutter, der Vater und dann ein Fremder den Bauch. Das Ergebnis freut die Mama – den Papa eher weniger.

Stärkste Reaktion bei Müttern

Wenn die Mutter ihren eigenen Bauch streichelte, reagierten die Ungeborenen am stärksten. Sie drückten sich viel häufiger und deutlicher gegen die Wand des Uterus, als wenn ihn andere streichelten.

„Mütter berühren während der Schwangerschaft spontan aber auch zielgerichtet ihren Bauch, um mit ihrem Bay zu kommunizieren. Wir konnten zeigen, dass die Kinder auf die Berührung der Mutter reagieren. Jede Stimulation dieser Art kann die Entwicklung des Fötus und das Bonding zwischen Baby und Eltern fördern.“ so Viola Marx, Psychologie Doktorandin und Leiterin der Studie.

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Und Papa bleibt links liegen

Die wenigsten Reaktionen zeigten die Ungeborenen nicht etwa, wenn Fremde den Bauch streichelten, sondern beim eigenen Vater. Woran das liegt, das können sogar die Wissenschaftler nicht genau erklären.

Eine mögliche Ursache kann jedoch sein, dass Väter oft unsicher sind, wie sie den Bauch ihrer Partnerin am besten berühren sollen. Aus Angst ihr und dem Ungeborenen wehzutun, streicheln viele von ihnen viel zu leicht und vorsichtig. Das kann möglicherweise von den Babys nicht wirklich wahrgenommen werden und wird mit Ignoranz bestraft.

Aber keine Sorge, liebe Papas, das könnt ihr alles wiedergutmachen, wenn euer kleiner Sprössling wieder auf der Welt ist.

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