Ungeborene haben einen Lieblings-Song: Er ist von „Queen“

Ungeborene haben einen Lieblings-Song: Er ist von „Queen“

Dass Babys auf Musik schon im Mutterleib positiv reagieren, ist allgemein bekannt. Neu ist aber: Föten stehen auf Freddie Mercury! Das haben spanische Wissenschaftler jetzt nachgewiesen.

Schwangere trägt Kopfhörer auf dem Bauch
Haben Babys schon im Bauch einen eigenen Musikgeschmack? © Bigstock/ Anna Dr.

15 Songs von Mozart bis Adele

Das Institut Marquès, eines der führenden Zentren für künstliche Befruchtung in Spanien, untersuchte für eine neue Studie die Musikvorlieben von 300 Föten. Dafür spielten die Wissenschaftler jedem der Babys 15 verschiedene Lieder vor: Sonaten von Bach, Mozart und Bethoven, traditionelle Musik aus Afrika und China und bekannte Pop-Songs von Queen, den Village People, Adele und Shakira. Um die Soundqualität zu verbessern wurden dafür spezielle Vagina-Mikrofone genutzt – was tatsächlich so aussieht, wie du dir das vielleicht gerade vorstellst.

Gemessen werden Mund- und Zungenbewegungen

Während die kleinen also der Musik lauschten, die aus dem Vagina- Mikrofon schallt, beobachten die Forscher ganz genau die Mund- und Zungenbewegungen der Babys. Je intensiver die Föten „mitsangen“ desto besser hat ihnen der Song gefallen, so die Annahme der Wissenschaftler.

Vor allem bei dem Queen-Klassiker „Bohemian Rhapsody“ hielt kaum einer der Feten still: 90 Prozent der untersuchten Kinder bewegten den Mund und 40 Prozent streckten ihre Zunge heraus. Im Greatest-Hits-Ranking der Babys landet „Y.M.C.A“ von den Village People nur knapp dahinter. Songs von Adele oder Shakira beeindruckten dagegen kaum – lediglich 60 Prozent ließen sich zu einer Reaktion hinreißen.

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Warum genau „Queen“?

Der Grund ist leider nicht das brillante Gesamtkonzept der Songs, sondern lediglich die hohe Gesangsstimme von Freddie Mercury. Die können Babys nämlich besser wahrnehmen. „Die erste Sprache war mehr musikalisch als verbal. Wir neigen daher immer noch instinktiv dazu, mit einer hohen Stimme [zu Neugeborenen] zu sprechen, weil wir wissen, dass Neugeborene diese besser wahrnehmen. „, erklärt die Studienleiterin Dr. Marisa López-Teijón, in einem Statement zur Studie. Mehr zur Studie erfährst du auch hier: „Which music stimulates your baby?“

Und um fair zu bleiben: Auf klassische Musik von Mozart reagierten die Babys immer noch am besten. 91 Prozent der Feten zeigten bei „Eine kleine Nachtmusik“ Mundbewegungen und 73 Prozent streckten ihre Zunge heraus. Irgendwie war Mozart zu seiner Zeit aber ja auch so etwas wie ein Rockstar.