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Wadenkrämpfe in der Schwangerschaft: Ursachen und was hilft

Die ein oder andere werdende Mama kennt das nervige Leiden: Wadenkrämpfe. Schwangerschaft verlangt viel vom Körper ab, daher sind Muskelkrämpfe im Beinbereich nicht unüblich. Wie sie entstehen und was du dagegen tun kannst, erfährst du hier.

Wadenkrämpfe in der Schwangerschaft können verschiedene Ursachen haben.
Wadenkrämpfe in der Schwangerschaft können verschiedene Ursachen haben.
© Unsplash/ Dan Gold

Wadenkrämpfe & Schwangerschaft: Wie entstehen sie?

Wadenkrämpfe in der Schwangerschaft kommen recht häufig vor. Sie können über mehrere Stunden andauern. Oft treten sie in der zweiten Schwangerschaftshälfte auf. Erkennen kann man sie an plötzlich auftretenden Schmerzen in der Wade. Häufig verhärtet sich auch die Muskulatur.

Grund dafür ist oftmals ein Nährstoffmangel an Kalium, Kalzium oder Vitamin B. Ein zu geringer Magnesiumhaushalt ist aber der häufigste Auslöser für Wadenkrämpfe. Schwangerschaft hat zur Folge, dass der Mineralstoff in hohen Mengen für die Stoffwechselvorgänge benötigt wird. Da man aber auch häufiger auf die Toilette muss, wird Magnesium vermehrt wieder ausgeschieden.

Ein Magnesiummangel sollte rechtzeitig erkannt werden, damit du ausschließen kannst, dass die Wadenkrämpfe davon kommen. Achte daher darauf Lebensmittel mit hohem Magnesiumgehalt zu essen. Dazu gehören unter anderem Bananen, Vollkornprodukte und grünes Gemüse.

 

Weitere Ursachen für Wadenkrämpfe können sein:

  • Heißes Wetter
  • Durchblutungsstörung
  • Zu hohe Schuhabsätze
  • Eingeklemmter Nerv

Wadenkrämpfe nachts: Daher kommen sie

Viele Schwangere klagen darüber Wadenkrämpfe nachts zu verspüren. Wenn man zu lang steht oder schwer trägt, belastet das die Muskulatur, wodurch Anspannung entsteht, die dann nachts wieder gelöst wird. Außerdem sinkt nachts die Magnesiumkonzentration im Körper, wodurch ein Krampf noch wahrscheinlicher wird.

Wie kann man Wadenkrämpfe vorbeugen?

Damit es erst gar nicht zu einem Krampf kommt, können kleine Maßnahmen im Alltag helfen.

  • Trage flache Schuhe
  • Regelmäßig bewegen: Fahrrad fahren, schwimmen, walken
  • Wechselduschen
  • Beim Sitzen die Beine nicht überschlagen
  • Dem Körper Erholungsphasen gönnen

Es ist außerdem hilfreich die Waden regelmäßig zu massieren, sie zu dehnen und hochzulegen. Wenn du deine Beine hochlegst, kannst du zuvor warme Strümpfe anziehen oder sie gleich auf ein Wärmkissen platzieren. Achte beim Schlafen und Sitzen darauf, dass dein Bein nicht eingeklemmt wird. Trinkst du auch genug? Schwangere Frauen benötigen eine erhöhte Flüssigkeitszufuhr von zwei bis drei Litern täglich.

Was tun bei Wadenkrämpfen in der Schwangerschaft?

Wenn sich trotz Maßnahmen ein Krampf ankündigt, solltest du gleich reagieren. Dabei können dir verschiedene Methoden helfen.

  • Strecke dein schmerzendes Bein aus. Zieh die Zehen an und streiche mit deiner Hand die verletzte Stelle entlang.
  • Massiere die Waden mit ätherischen Ölen wie Kamille, Rosenholz oder Lavendel.
  • Drück deine nackten Fußsohlen im Stehen gegen den Boden und beuge deine Knie. Die effektivste Wirkung bekommst du, wenn der Boden kalt.
  • Laufe im Zimmer hin und her, um die Durchblutung anzuregen.
  • Vor dem Schlafengehen die Fuß- und Wadenmuskulatur dehnen. Dafür auf Zehenspitzen und Fersen hoch und runter wippen.

Wadenkrämpfe trotz Magnesium

Laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung sollten Schwangere 310 mg Magnesium und 1.000 mg Kalzium pro Tag zu sich nehmen. Über die Einnahme und Dosis von Nahrungsergänzungsmitteln, musst du in jedem Fall mit deinem Arzt sprechen.

Wenn deine Wadenkrämpfe nicht besser werden oder sich mit der Zeit intensivieren, solltest du deinen Arzt aufsuchen. Meist sind die Wadenschmerzen zwar unbedenklich, doch in seltenen Fällen kann es sich auch um eine Thrombose handeln.

Quellen