Wassergeburt: Bilder, Ablauf und Vor- und Nachteile

Wassergeburt: Bilder, Ablauf und Vor- und Nachteile

Ist eine Wassergeburt die entspanntere Art zu entbinden? Wenn du überlegst, ob eine Wassergeburt oder eine Geburt in einem Geburtsbecken das Richtige für dich ist, findest du hier im Folgenden alle Infos zum Ablauf einer Geburt im Wasser, eine Übersicht über die Vor- und Nachteile und in dieser Bildergalerie siehst du, wie unterschiedlich eine Wassergeburt aussehen kann.

Wassergeburt: Ablauf

Bei einer Wassergeburt entbindest du dein Kind im Wasser beziehungsweise unter Wasser. Sobald die Eröffnungswehen einsetzen, steigst du in eine spezielle Geburtswanne. Diese Wannen sind viel breiter als eine normale Badewanne, sodass du darin genug Bewegungsfreiheit hast. Du kannst in der Wanne hocken, sitzen oder liegen: Bei einer Wassergeburt kannst du die Position jederzeit wechseln, je nachdem, wie du es gerade für angenehm empfindest. Geburtswannen haben meist auch Handgriffe, an denen du dich festhalten kannst und Fußtritte, gegen die du dich bei den Presswehen stützen kannst.

Bei einer Wassergeburt bist du natürlich nicht alleine. Deine Entbindung wird die ganze Zeit überwacht und auch die Herztöne deines Babys können trotz Wanne gemessen werden. In einer geschulten Umgebung bist du also auch medizinisch gut versorgt.

Zwar bieten inzwischen immer mehr Kliniken eine Wassergeburt an, trotzdem solltest explizit danach fragst, ob du dein Kind im Wasser gebären kannst. Oft werden die Geburtswannen nämlich nur während der Wehen zur Schmerzlinderung eingesetzt. Entbunden wird in den meisten Kliniken dann doch „an Land“.

Wassergeburt: Video aus einem Geburtshaus

Wie eine Wassergeburt in der Praxis aussehen kann, siehst du in diesem Video der Geburtsfotografin Laura Paulescu von crownedphotography.com. Die Schwangere entbindet hier allerdings in einem Geburtshaus und nicht in der Klinik:

The Birth of Adeline | Crowned Photography

It's Birth Film Friday!! Today we have a surprise gender, 3rd baby, birth center waterbirth to share with you! Enjoy this beautiful film by Crowned Photography, in Portland, OR. **Remember to click HD in the bottom right hand corner**

Gepostet von Birth Photography am Freitag, 5. Februar 2016

Ermöglicht die Wassergeburt eine sanfte Entbindung?

Vor allem Hebammen betonen immer wieder die Vorteile einer Wassergeburt. „Im Wassergeburtsbecken erlebt sich die Frau stärker als irgendwo sonst in ihrer Eigenständigkeit – jegliche Bewegungen oder Positionswechsel sind auch während starker Wehen möglich! Dies hilft der Lockerung des Beckens enorm und leistet damit einen weiteren Beitrag, die Geburt als leichter, schneller und sanfter zu erleben“, schreibt zum Beispiel eine Hebamme auf der Seite hebammenwissen.info.

Video-Empfehlung

Wassergeburt: Vorteile im Überblick

Ein großer und entscheidender Vorteil der Wassergeburt ist, dass viele Frauen die Wehen durch die Entspannung in der warmen Wanne als weniger schmerzhaft und kürzer empfinden. Aber natürlich gibt es dafür keine Garantie: Jede Frau hat eine andere Schmerzgrenze und keine Geburt ist wie die andere. Allerdings kann die leichte Schwerelosigkeit im Wasser helfen, Gewebe und Muskeln zu lockern.

Vorteile einer Wassergeburt

  • weniger Schmerzen und oft auch kürzere Wehen
  • geringeres Risiko für einen Dammriss
  • leichter Positionswechsel während Wehen und Geburt
  • Wasser wirkt in Wehenpausen entspannend
  • sanftere Übergangsphase für das Kind aus dem Mutterleib ins warme Wasser

Angst, dein Baby könnte ersticken, wenn es unter Wasser auf die Welt kommt, brauchst du im Übrigen nicht zu haben. Sein Atemschutzreflex verhindert, dass es Wasser einatmet. Seinen ersten Luftzug holt es erst, wenn es aus dem Geburtsbecken gehoben wird.

Nachteile einer Geburt im Wasser

Wie schon erwähnt, bieten nicht alle Kliniken eine Wassergeburt an. Und das hat auch seine Gründe: Zum einen braucht es speziell geschultes Personal, um eine Wannengeburt zu betreuen. Zum anderen wird es als kritisch bewertet, dass Mutter und Kind in der Geburtswanne mit Blut und andere Körperflüssigkeiten in Kontakt kommen und das Infektionsrisiko daher höher sein kann. Allerdings gibt es dazu keine Studien, die das bestätigen oder wiederlegen könnten. Wichtig ist auch zu wissen, dass bei einer Geburt im Wasser eine PDA gegen die Schmerzen nicht möglich ist.

Wann ist von einer Wassergeburt abzuraten?

Nur wenn die Schwangerschaft ohne Komplikationen verlaufen ist, sollte eine Wassergeburt geplant werden. Von einer Geburt im Wasser ist abzuraten bei