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Wehen fördern: So kannst du die Geburt anregen

Der Geburtstermin ist da, doch von Wehen keine Spur?! Verständlich, dass du da ein bisschen nachhelfen möchtest. Welche Lebensmittel können Wehen fördern und hilft Sex wirklich, um die Geburt anzuregen? Alle wichtigen Informationen zum Thema findest du im Artikel – und zusammengefasst im Video.

So kannst du die Geburt anregen
So kannst du die Geburt anregen
©Bigstock/Nastyaofly

In diesen Artikel:

Wie kann man selbst Wehen fördern?

Viele werdende Mütter werden leicht unruhig, wenn der Geburtstermin überschritten ist und das Baby noch auf sich warten lässt. Doch das „Zu-spät-kommen“ deines Kindes ist erstmal nichts Besorgniserregendes. Der im Mutterpass angegebene Geburtstermin ist nur eine statistische Berechnung und nur wenige Kinder kommen genau am errechneten Termin zur Welt.

Du kannst die Geburt trotzdem kaum noch abwarten und suchst nach Möglichkeiten, mit denen du deine Wehen anregen kannst? Hier ein paar Tipps.

Wehen fördern: Treppensteigen, Sex und Co.

Auch wenn es dir vielleicht schwerfällt, solltest du dich jetzt viel bewegen. Ausgedehnte Spaziergänge oder einfaches Treppensteigen helfen die Wehen sanft zu fördern. Durch die körperliche Anstrengung wird die Plazenta besser durchblutet – das wirkt wehenfördernd.

Aber: Übertreibe es nicht. Immerhin brauchst du noch genügend Kraft, wenn du Geburt dann tatsächlich losgeht!

Auch hilfreich, um deinen Wehen etwas auf die Sprünge zu helfen ist Sex. Die Prostaglandine im Sperma wirken wehenfördernd. Außerdem zieht sich die Gebärmutter beim Orgasmus zusammen. Diese Kontraktionen können ebenfalls Wehen fördern. Zusätzlich wird beim Sex das Wehenhormon Oxytocin ausgeschüttet.

Tipp: Wähle eine Stellung, bei der der Babybauch nicht stört. Damit der Spaß nicht zu kurz kommt, haben wir dir hier die besten Sexstellungen aufgelistet: „Die 5 besten Sexstellungen in der Schwangerschaft

Video-Empfehlung

Wehen fördern: Das hilft wirklich

Ist dir Sex bereits zu anstrengend oder zu unangenehm, kannst du auch ein warmes Bad nehmen und so deine Wehen auslösen. Das warme Wasser fördert nämlich die Durchblutung. Wenn du möchtest, kannst du ein paar Tropfen ätherisches Öl dazugeben, die haben zwar keine direkte Wirkung auf die Wehen, wirken aber entspannend.

Aber: Nicht zu heiß – dein Kreislauf kann sonst schlappmachen! Deshalb nur baden, wenn noch jemand im Haus ist.

Auch eine entspannte Art Wehen zu fördern: Brustwarzenstimulation. Durch die Massage der Brustwarzen wird – genau wie beim Sex – die Oxytocin-Produktion angeregt. Am besten massierst du (oder dein Partner) die Brustwarze ca. 1 Minute lang, dann pausierst du für einige Minuten. Dann wieder 1 Minute Massage.

Wehen anregen: Zimt und Himbeerblätter

Viele Hebammen empfehlen, ab der 37. Schwangerschaftswoche regelmäßig Himbeerblättertee zu trinken, wenn du deine Wehen fördern willst. Er ist reich an Vitaminen, Kalzium und Eisen. Die Himbeerblätter sollen außerdem die Durchblutung in der Muskulatur und dem Gewebe fördern und den Beckenboden dadurch weich machen.

Alle wichtigen Infos über die richtige Dosierung, Zubereitung und Anwendung findest du in unserem Ratgeberartikel „Himbeerblättertee in der Schwangerschaft“.

Alternativ regt auch Zimt, Nelken, Ingwer oder getrocknetes Eisenkraut die Wehentätigkeit an. Halte aber immer zuerst Rücksprache mit deinem Frauenarzt, bevor du irgendein Mittel zum Wehen fördern einnimmst. Nutze außerdem das Expertenwissen deiner Hebamme. Sie wird dir alle Frage zum Thema „Wehen fördern“ beantworten können.

Vorsicht mit dem Wehencocktail

Wenn du dich mit dem Thema „Wehen fördern“ näher beschäftigst, taucht ein Begriff immer wieder auf: Wehencocktail. Er besteht aus einem Gemisch aus Rizinusöl, Alkohol und einem Fruchtsaft. Das Rizinusöl regt die Darmbewegungen und die Muskeln in der Gebärmutter an – wodurch sich Wehen auslösen lassen.

Vorsicht: Die meisten Experten raten davon generell ab. Wenn du den Wehencocktail trotzdem trinken möchtest, dann auf keinen Fall in Eigenregie. Besprich das unbedingt mit deinem Arzt oder deiner Hebamme.

Noch mehr wichtige Informationen findest du in unserem Ratgeberartikel: „Wehencocktail“.

Generell gilt: Das Baby sagt, wenn es losgeht. Bevor es nicht bereit ist, wird kein Bad, kein Spaziergang und der beste Sex keine Wehen anregen. Steht dein Baby aber schon in den Startlöchern, spricht nichts dagegen, ihm ein bisschen auf die Sprünge zu helfen.

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Quellen:

  • Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (2017): Wenn das Baby auf sich warten lässt,
    https://www.familienplanung.de/schwangerschaft/schwangerschaftsverlauf/warten-auf-die-geburt/ (letzter Zugriff: Juni 2019)
  • Laue, Birgit: Schwangerschafts 1×1. Die besten Hebammentipps für entspannte 9 Monate, Gräfe Und Unzer Verlag
  • Holzgreve, Brigitte: 300 Fragen zur Schwangerschaft, Gräfe Und Unzer Verlag
  • Laue, Birgit: 1000 Fragen an die Hebamme, Gräfe und Unzer Verlag
  • Kleinwechter, Helmut; Schäfer-Graf, Ute; Mäder, Ursula: Der große Schwangerschafts-Ratgeber für Diabetikerinnen, Georg Thieme Verlag
  • Engelsing, Anja Maria; Heid, Nicole: Homöopathie & Co. für Schwangerschaft und Babyzeit, Georg Thieme Verlag