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Zwischen- und Schmierblutungen in der Schwangerschaft

Blutungen in der Schwangerschaft sind nicht immer problematisch. Hier findest du Infos, was Schmierblutungen in der Frühschwangerschaft und Spätschwangerschaft bedeuten.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Blutungen in der Frühschwangerschaft sind in den meisten Fällen unproblematisch
  • In der Spätschwangerschaft sollten sind Blutungen immer abgeklärt werden
  • Blutungen in der Schwangerschaft sollten von einem Arzt untersucht werden
  • Bei hellrotem Blut gilt: Sofort zum Arzt!

Sind Blutungen in der Frühschwangerschaft normal?

Schmierblutungen kommen in der Frühschwangerschaft häufig vor – bei etwa jeder vierten Schwangeren. Vor allem in den ersten vier Schwangerschaftsmonaten kann es öfter zu leichten Blutungen kommen.

Laut der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) sind die Blutungen in den meisten Fällen unproblematisch.

Bei der Hälfte der Frauen, die Blutungen in der Frühschwangerschaft hatten, verläuft die restliche Schwangerschaft normal.

 

 

Woher kommen Schmierblutungen in der Frühschwangerschaft?

„Oft sind leichte Blutungen nur ein Zeichen dafür, dass sich die Schwangere etwas mehr schonen sollte“, heißt es auf der Webseite Schwanger und Kind, an der die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin sowie die Stiftung Kindergesundheit mitwirken.

Andere mögliche Ursachen für eine Schmierblutungen in der Frühschwangerschaft sind:

  • Zwischenblutung wird durch Hormone ausgelöst: Sie regulieren normalerweise den Zyklus. In der Frühschwangerschaft setzt der Körper diese Hormone immer noch frei.
  • Einnistungsblutungen: Sie können in den ersten Wochen nach der Befruchtung auftreten.
  • Nach Geschlechtsverkehr (Kontaktblutung)
  • Nach einer gynäkologischen Untersuchung
  • Scheideninfektion
  • Gelbkörperschwäche
  • tief sitzende Plazenta

Laut den Frauenärztinnen Barbara Meyer-Cocron und Sonja Maria Kelö gibt es aber auch andere potenzielle Gründe für eine Schmierblutung. Schwangerschaft ist oft verbunden mit Stress und einem unausgeglichenen Hormonspiegel – beides können Ursachen für die Blutungen sein. Auch zu viel Sport ist ein möglicher Auslöser.

: Sport in der Schwangerschaft

Blutungen in der Schwangerschaft sind nicht immer harmlos!

Weniger harmlos sind Ursachen, bei denen sich die befruchtete Eizelle außerhalb der Gebärmutter eingenistet hat, zum Beispiel bei einer Eileiterschwangerschaft. Auch drohende Fehlgeburten oder eine Blasenmole zeigen sich durch eine Schmierblutung: Schwangerschaft ist in Gefahr!

Deshalb ist es sehr wichtig, dass die Ursache von Blutungen in der Schwangerschaft immer abgeklärt wird. Wenn eine Schmierblutung lange andauert, viel Gewebe ausgeschieden wird, sie hellrot oder mit Schmerzen verbunden ist, empfehlen Ärzte immer eine sofortige Untersuchung.

Drohende Fehlgeburt, Mole oder Eileiterschwangerschaft?

Hier siehst du einen Überblick über Symptome, die auf eine erfolglose Schwangerschaft hindeuten:

Symptome einer Fehlgeburt

  • Zwischen- und Schmierblutung
  • Krämpfe im Unterbauch – stärker als bei der Menstruation
  • Gewebeabgang bei den Blutungen

Symptome einer Eileiterschwangerschaft

  • Zwischen- und Schmierblutung
  • Krämpfe im Unterbauch – stärker als bei der Menstruation
  • starker Schmerz im Bauchraum
  • geringer hCG Wert

Symptome einer molaren Schwangerschaft

  • Zwischen- und Schmierblutung mit traubenähnliche Gewebestücken
  • sehr hoher Blutdruck
  • ungewöhnlich hoher hCG Wert
  • fehlende Herztätigkeit im Ultraschall
  • mehrere Bläschen im Ultraschall sichtbar, wo ein einzelner Embryo sein sollte

Blutungen in der Spätschwangerschaft sind häufiger problematisch

Im zweiten oder dritten Trimester können Zwischen- oder Schmierblutungen ein Hinweis auf gefährliche Situationen sein. Deswegen ist laut BZgA „immer eine umgehende ärztliche Abklärung erforderlich.“

Aber: Blutungen im letzten Trimester sind eher selten. Sie treten bei etwa vier Prozent aller Schwangerschaften auf.

Mögliche Ursachen für die Zwischenblutung:

  • Plazentaablösung – dunkelrotes Blut
  • Plazenta Praevia (Plazenta legt sich vor den Muttermund) – hellrotes Blut
  • Frühgeburt
  • Gebärmutter Ruptur (= Riss)

Direkt oder wenige Tage vor der Entbindung kann auch der Schleimpfropf abgehen. In diesem Fall ist die Blutung ein Signal für die bevorstehende Geburt.

: Schleimpfropf-Abgang erkennen

Übrigens: Bei Frauen, die in der Frühschwangerschaft Blutungen hatten, kommt es etwa doppelt so häufig zu einem vorzeitigen Blasensprung.

Blutungen und Schwangerschaft: FAQ

Wie häufig sind Blutungen in der Schwangerschaft?

Darf ich trotz Blutungen Sex haben?

Darf ich Sport treiben, wenn ich eine Schmierblutung habe?

Was kann ich tun, wenn die Blutungen am Wochenende auftreten?

Was ist bei sehr starken Blutungen in der Schwangerschaft zu tun?

Hellrot, dunkelrote oder braune Schmierblutung: Schwangerschaft & Farbe des Blutes wichtig

Helles Blut am Toilettenpapier? Schwangerschaft sollte jetzt nochmal ärztlich untersucht werden. Aber es gibt auch andere Farben bei einer Blutung in der Schwangerschaft, die folgendes bedeuten können:

  • Dunkelrote Schmierblutungen in der Frühschwangerschaft oder Spätschwangerschaft: Eine dunkelrote Färbung des Blutes bedeutet, dass die Blutung recht stark ist. Oft sind bei dunkelroten Blutungen auch Gewebeteile aus geronnenem Blut enthalten. Merke: dunkles Blut – Schwangerschaft könnte in Gefahr sein.
  • Hellrote Blutung:Frisches Blut ist in der Regel hellrot. Bekommst du also hellrote Blutung: Schwangerschaft und Babygesundheit dringend von einem Arzt überprüfen lassen.
  • Hellrosa Blutung:Wenn die Färbung hellrosa ist, dann ist die Blutung nur sehr schwach. Hier solltest du die Schmierblutung auf jeden Fall im Blick behalten.
  • Braune Schmierblutung – Schwangerschaft:Braunes Blut ist in der Regel schon etwas älter als Rotes. Meistens ist deine Schwangerschaft hier nicht direkt in Gefahr. Jedoch können braune Blutungen auch auf Komplikationen hinweisen.

 

Wie reagiere ich bei einer Schmierblutung in der Schwangerschaft?

Wenn es zu Blutungen in der Schwangerschaft kommt ist es wichtig, dass du das Blut mit einer Binde oder Slip-Einlage (auf keinen Fall mit einem Tampon) auffängst. So kannst du dir ein Bild von der Art und Menge der Blutung machen.

Sind leichte Blutungen in der Schwangerschaft normal? Ja, bedenke aber immer: Bei frischem Blut, das hellrot ist, solltest du sofort einen Arzt aufzusuchen!

Auch braune Schmierblutungen sollten untersucht werden. Hier kannst du deinen Frauenarzt anrufen und die Beschwerden beschreiben. Dein Arzt weiß, ob du sofort kommen solltest, später einen Untersuchungstermin bekommst oder, ob du doch ins Krankenhaus gehen solltest.

 

Tipp: Wenn du nicht sofort einen Termin bei deinem Frauenarzt bekommst und noch ein paar Stunden bis zu deinem Termin warten musst, solltest du dich ein bisschen hinlegen und ausruhen.

Was macht der Arzt bei einer Schmierblutung?

Grundsätzlich überprüft dein Arzt aber zuerst durch einen Ultraschall, eine gynäkologische Untersuchung und gegebenenfalls eine Blutuntersuchung, ob es dir und deinem Baby gut geht. In der späteren Schwangerschaft kann auch der Wehenschreiber (CTG) zur Überprüfung des Babys hinzugezogen werden.

Die Behandlung der Blutung findet dann ursachenorientiert statt. Sind die Blutungen harmlos, rät dein Arzt dir dann beispielsweise Ruhe und wenig Stress. Beruhen die Blutungen auf schwereren Ursachen, wirst du ins Krankenhaus eingewiesen und dort behandelt.

Wichtig!

Das Lesen dieses Artikels ersetzt keinesfalls den Arztbesuch . Solltest du dir bezüglich Zwischenblutungen in der Schwangerschaft unsicher sein, geh zu deinem Arzt oder deiner Hebamme – sie können deine Situation richtig einschätzen und bewerten. Nur eine ärztliche Untersuchung kann dir volle Gewissheit geben!

Alles rund um das Thema Schmierblutungen liest du hier bei unserem Schwester-Portal femeda.de:

: Schmierblutungen

Quellen