„Ich bin keine perfekte Mutter und will ehrlich darüber reden können!“

„Ich bin keine perfekte Mutter und will ehrlich darüber reden können!“

Wir Eltern kennen alle den Druck, perfekt sein zu wollen. Den Druck, eine Mutter zu sein, die immer frisch aussieht, ihren Haushalt perfekt unter Kontrolle hat und Kinder hat, die stets artig „Bitte“ und „Danke“ sagen. Die zweifache Mutter Jenn Knott sagt: Das ist doch Quatsch! Hier erzählt sie, wie sie mit dem Perfektionsdruck umgeht.

Eltern zu sein ist nicht immer leicht - daher sollten wir mehr über unsere Probleme reden, findet Mama Jenn.

Bist du eine Mutter, die jede Nacht acht Stunden Schlaf bekommt, immer freundlich mit ihren Kindern redet und stets ein Lächeln auf die Lippen hat? Also ich nicht! Ich finde die Frage allein schon lächerlich. Warum machen wir Eltern uns diesen unrealistischen Druck?

Das erste Jahr mit meinem Kind war das schwerste meines Lebens

Das erste Jahr mit meinem zweiten, oft schreienden Kind war das herausforderndste Jahr meines Lebens. Ich musste lernen, über meine Tiefen und Verzweiflung zu reden. Hätte ich das nicht irgendwann laut ausgesprochen und zugegeben, wie es mir geht, hätte ich diese Zeit nicht überlebt.

Meine Hebamme hat zum Glück erkannt, wie ich langsam am Ertrinken war und mich zu einer ausgebildeten Familientherapeutin geschickt. Seitdem tue ich mich viel leichter, mein Herz auszuschütten und über meine Probleme zu reden. Ich habe erkannt: Ich war kein Versager, sondern eine zappelnde Mama, die einfach am Ende war und Hilfe brauchte. Es war befreiend, ehrlich über die eigenen Herausforderungen und Schwächen zu reden.

Wir Eltern sind doch keine Versager!

Der Babytücher-Hersteller WaterWipes hat in einer Umfrage herausgefunden: Ich bin nicht die Einzige, der es so ging. Weltweit haben 55% aller Eltern das Gefühl, dass sie im ersten Jahr mit dem Baby als Eltern versagen. In Deutschland haben 67% der frisch gebackenen Mamas und Papas Angst davor, in dieser wahnsinnig herausfordernden Phase des Elternseins etwas falsch zu machen. Ich finde das sowohl traurig als auch schockierend: Wir Eltern sind doch keine Versager!

Wieso denken wir das? Die WaterWipes-Studie hat auch Antworten darauf: Es ist Werbung, die ein unrealistisches Bild von Kindererziehung in unsre Köpfe hämmert, Darstellungen auf Instagram und Co, bei denen ausschließlich die schönen Seiten des Elternseins gezeigt werden – und aber auch der Austausch mit anderen Eltern, bei dem wir uns nicht trauen, offen und ehrlich über unsere Probleme zu sprechen. Was sollen die denn dann von uns denken?! Die härtesten Kritiker an uns sind wir selbst.

Das ist Elternleben. Ein WaterWipes-Film

Die Kindererziehung ist ein wildes Abenteuer

Ich finde es sehr bedauerlich, dass wir es anscheinend nicht schaffen, großzügiger mit uns selbst zu sein. Wir müssen doch alle die Möglichkeit haben, Fehler zu begehen und sie ohne Scham zuzugeben. Die Kindererziehung ist ein wildes Abenteuer, bei dem alles Mögliche schief geht – warum also verstecken wir diese Realität, indem wir über unsere kleinen und großen Herausforderungen schweigen? Ich finde: Das müssen wir ändern, weil wir mit diesem Schweigen Schaden anrichten.

#Elternleben ruft zu mehr Ehrlichkeit auf

Sieben von zehn Eltern auf der Welt wünschen sich, dass auf Social Media ein realistischeres Bild von Elternsein geteilt wird. Das wünsche ich mir auch! WaterWipes nimmt nun diesen Wunsch ernst und startet die Kampagne #Elternleben – ein globales Projekt, das das ehrliche Leben von Eltern dokumentiert. Basiert auf einer weltweiten Studie bei der über 13.000 Eltern mit Kindern unter drei Jahren teilgenommen haben, besteht die Kampagne aus einer 16-minütigen Doku, 12 Kurzfilmen und einer schönen Fotoserie. Ab sofort gibt es das ungefilterte Elternleben als Link zum Teilen!

Wir machen es richtig – wenn auch nicht perfekt

Lasst uns doch alle dieses Vertrauen in uns selbst weitertragen: Wir sollten anfangen, die Angst vor den Urteilen anderer zu verlieren. Wir sollten anfangen, unsere Ohren für die Schwierigkeiten von Anderen zu öffnen. Lasst uns gemeinsam die ungeschminkte Wahrheit sagen und sie ohne Urteil annehmen. Wir sind doch alle nur Menschen! Wir sind manchmal wütend, manchmal traurig, wir kommen an unsere Grenzen, weil die Erziehung eines Kindes eben doch einfach knallharte Arbeit ist. Wir müssen uns Raum geben, manchmal zu versagen und zu verstehen, dass wir deswegen keine „Versager“ sind. Wir machen es richtig – wenn auch nicht perfekt.

Ich bin nicht perfekt, wir sind es alle nicht – und darauf können wir stolz sein. Wir sind Eltern! Lasst uns alle unsere wunderschöne, chaotische und liebevolle Unvollkommenheit feiern. Bei #Elternleben bin ich dabei.

Wenn ihr mehr erfahren wollt, klickt hier.