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„Heute kann ich alles schaffen!“

Im Kinderdorf fand Daliborka endlich Geborgenheit und ein Zuhause. Dadurch bekam sie die Chance, ihre Talente und Träume zu entdecken und kann nun das Umfeld, in dem sie lebt, nachhaltig positiv prägen.

Foto: SOS-Archiv

Keine Hoffnung und viel Verantwortung

Bevor Daliborka in das SOS-Kinderdorf Lekenik in Kroatien kam, musste sie sich allein um ihre krebskranke Mutter und ihre Geschwister kümmern. In der Zeit hatte sie keine Hoffnung und dachte, dass ihr nur Schlimmes widerfahren würde. Mit 12 Jahren starb ihr Vater, fortan musst sie sich um ihre Geschwister und um ihre kranke Mutter kümmern. Sie musste plötzlich Erwachsen sein.

“Nach der Schule ging ich nach Hause, um Mittagessen zu kochen. Jeden zweiten Tag musste ich von einem Nachbar, der einen Kilometer weit entfernt wohnte, Trinkwasser holen. Unser Haus hatte kein fließendes Wasser und auch keine Heizung“, erinnert sich Daliborka an die schwere Zeit.

Plötzlich wieder Kind sein!

Aufgrund dieser Notlage kamen die Kinder in das SOS-Kinderdorf Lekenik in Kroatien. Für Daliborka war es anfangs etwas komisch, denn sie konnte plötzlich wieder Kind sein! Etwas, was sie nicht mehr gewohnt war, sie musste sich um nichts mehr sorgen und konnte ihre Trauer verarbeiten.

Foto: SOS-Archiv

Heute ist sie eine starke Frau und hat Außergewöhnliches erreicht.

Daliborka fiel im Kinderdorf von Anfang an als außergewöhnlich fleißiges und verantwortungsvolles Mädchen auf. Ihr Ehrgeiz lohnte sich: Sie erhielt ein Stipendium und studierte Wirtschaft und Management. 2010 war sie unter den 30 Topstudenten in Kroatien. Schon während des Studiums kämpfte Daliborka in internationalen Organisationen für die Rechte von Kindern, die in Fremdbetreuung leben. Heute arbeitet sie als erfolgreiche Investment Managerin bei einem Investmentfond.

Daliborkas größter Erfolg ist aber ein anderer: Mit 18 Jahren wurde sie der gesetzliche Vormund für ihre Geschwister. Damit war sie die jüngste Person in Kroatien, der jemals diese Verantwortung übertragen wurde. Noch heute lebt ihr Schwester bei ihr. Der Kontakt zum Kinderdorf brach jedoch nie ab – regelmäßig holt sich Daliborka Rat bei ihrer ehemaligen SOS-Familie.

Heute weiß Daliborka ihr Schicksal zu schätzen: „Ich bin dankbar für die schlechten Momente in meinem Leben. Sie lehrten mich, Gutes vom Schlechten zu unterscheiden und bodenständig zu bleiben.“

Die Geschichte von Daliborka zeigt, wie wichtig die Arbeit der SOS-Kinderdörfer ist. Kinder, die nichts mehr haben, wird pragmatisch und individuell geholfen. So wie bei Daliborka.

So kannst auch du Kindern wie Daliborka helfen.
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