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Von einem Tag auf den anderen verliert sie drei geliebte Menschen

Dascha schaut in die Kamera
Foto: Katerina Ilievska

Seit 2014 leben Familien in der Ostukraine im Ausnahmezustand. Viele traumatisierte Kinder leiden an Angstzuständen oder Sprachstörungen. So auch die kleine Dascha, die nach einer Familientragödie aufgehört hat zu sprechen. Durch Unterstützung der SOS-Kinderdörfer lacht Dascha wieder.

Viele traumatisierte Kinder brauchen Hilfe

Dascha ist vier Jahre alt und wohnt in der Ostukraine. Die Menschen in Daschas Heimat leben seit Anfang 2014 im Ausnahmezustand, denn so lange dauert der bewaffnete Konflikt rund um die Provinzhauptstadt Lugansk schon an. Angst und Unsicherheit werden von den Eltern auf die Kinder übertragen. Umso wichtiger ist es, den Familien vor Ort beizustehen.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des SOS-Sozialzentrums betreuen hunderte Kinder und ihre Angehörigen. „Angstzustände, Verhaltensauffälligkeiten und Sprachstörungen sind die häufigsten Krankheitsbilder, die wir bei Kindern sehen“, erzählt SOS-Psychologin Irina Medvedeva. Doch es macht auch immer wieder Hoffnung, wenn Kinder sich langsam erholen und ihre Fortschritte deutlich sichtbar werden.

: So kannst auch du helfen

Von einem Tag auf den anderen drei geliebte Menschen verloren

Dascha spricht nicht viel. Aber sie lacht wieder und hat eine innige Beziehung zu ihrer Mutter aufgebaut. Sie liebt ihre Katze Tina und beginnt auch langsam, sich ihrer siebenjährigen Schwester anzunähern. Das sind riesige Fortschritte in dem einen Jahr, seit das SOS-Team auf Dascha aufmerksam wurde. Das baufällige alte Haus, in dem ihre Familie wohnt, besitzt kein fließendes Wasser, keinen Kühlschrank und die Toilette ist im Hof.

Dascha in ihrem Haus

Foto: Katerina Ilievska

Und doch waren es weder der Krieg, noch die Armut, die Daschas Welt aus den Angeln gehoben hatten: Bei einer Familientragödie starben ihre kleine Schwester und ihre Großmutter; ein naher Verwandter sitzt deswegen im Gefängnis.

Von einem Tag auf den anderen hatte Dascha drei geliebte Menschen verloren. Und hörte auf zu sprechen. Das Therapieprogramm für Dascha und ihre Familie ist umfassend: Anfangs wurden Mutter und Töchter erst einmal aufgepäppelt, da alle drei unterernährt waren. Doch weitaus schlimmer waren die seelischen Verletzungen. In vielen Therapiesitzungen lernten die Schwestern einander und ihrer Mutter wieder zu vertrauen. Sie begannen zu sprechen und sich für andere Kinder zu interessieren. Dascha hat noch einen langen Weg vor sich, aber sie nimmt jetzt wieder Anteil am Leben und freut sich riesig auf Weihnachten! Ihr größter Wunsch ist ein Tretroller für sich und ihre Schwester, außerdem Bunt- und Filzstifte und Knetmasse. Und dass ihre Mutter und ihre Schwester immer lachen und glücklich sind.

Die SOS-Kinderdörfer helfen individuell und pragmatisch

Die Geschichte von Dascha zeigt exemplarisch die Arbeit der SOS-Kinderdörfer auf. Kinder die nichts mehr haben, wird pragmatisch und individuell geholfen. So wie bei Dascha. Familien können sich nicht immer selbst aus ihren Notlagen oder ihrer Armut befreien. Dazu braucht es manchmal Hilfe von außen. SOS ist weltweit lokal vor Ort und hilft dann pragmatisch, schnell und langfristig.

So kannst auch du Kindern wie Dascha helfen.

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