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Früher war er ein Waisenkind. Heute ist er Arzt und hilft Kindern

Auf der ganzen Welt fehlt es notleidenden Kindern an Rückhalt und Geborgenheit. So bleiben Talente und Potenziale ungenutzt. Nur wenn man sie unterstützt, haben sie auch eine wirkliche Chance! So wie Ariful in Bangladesch. Lies hier die ganze berührende Geschichte.

"Ich hatte nichts, aber die SOS-Kinderdörfer haben mir ein Leben und eine Zukunft gegeben“.
"Ich hatte nichts, aber die SOS-Kinderdörfer haben mir ein Leben und eine Zukunft gegeben“.
Foto: SOS-Archiv

Ein wirklich schwerer Start ins Leben

Die Kindheit von Ariful liest sich wie eine Odyssee. Gerade einmal zwei Jahre alt, verlor er durch eine Flutkatastrophe in Bangladesch seine Eltern. Kinderhändler verschleppten den Jungen nach Indien – mit dem Ziel, ihn in Dubai zu verkaufen. Erst in allerletzter Minute hörte die Polizei seine Schreie am Flughafen von Mumbai und stoppte die Menschenschmuggler.

Sieben Jahre Kampf ums Überleben folgten

Ariful kämpfte sich danach sieben Jahre durch, am Ende landete er mit anderen Kindern aus Bangladesch im Gefängnis. Dort wurden die Kinder von SOS entdeckt und aufgenommen. Ihr sehnlichster Wunsch war: zurück in die Heimat! SOS suchte nach Angehörigen, fand aber keine. So kamen die Kinder schließlich in ein SOS-Kinderdorf. Dort fanden sie zum ersten Mal ein Zuhause und die Geborgenheit einer Familie.

Schule – College – Medizinstudium

Ariful ging zur Schule und aufgrund seiner guten Noten bekam er die Chance, auf ein College zu gehen und sogar später Medizin zu studieren. Mit Hilfe eines Stipendiums absolvierte er eine Facharztausbildung in Kairo. Während dieser Ausbildung bekam er einen Anruf und wurde gefragt, ob er in einem Flüchtlingscamp in seiner Heimat helfen würde. Er kratzte sein Geld zusammen, ein Freund unterstützte ihn – so dass Ariful schnell aufbrechen konnte.

„Ich wusste sofort, was sie fühlen“

Im Camp behandelt er Kinder und Familien, die unter den schlimmsten Bedingungen leben müssen. Seine Ankunft beschreibt Ariful so: „Ich habe in meinem Leben viel Leid und Armut gesehen. Aber was ich in Ukhiya erlebe, im Grenzgebiet in der Nähe von Cox´s Bazar in Bangladesch, ist schlimmer. Viele der Rohingya-Flüchtlinge leben unter entsetzlichen Bedingungen. Sie sind in Unterkünften untergebracht, die diesen Namen kaum verdienen. Die Kinder und alte Menschen leiden am meisten. Es fehlen Ärzte und Psychologen. Aber das ist es, was die Kinder jetzt brauchen. Auch ihre seelischen Verletzungen sitzen tief: Sie mussten mitansehen, wie Menschen umgebracht wurden, sie haben Zerstörung und Gewalt erlebt. Ich wusste sofort, was sie fühlen, weil ich in ihrem Alter auch viel durchlitten habe“.

Ich habe in meinem Leben viel Leid und Armut gesehen. Aber was ich in Ukhiya erlebe, im Grenzgebiet in der Nähe von Cox´s Bazar in Bangladesch, ist schlimmer.

Foto: SOS-Archiv

„Ich bin, was ich bin, weil mir jemand geholfen hat“

Er hilft freiwillig, fühlt sich aber auch aufgrund seiner Geschichte dazu verpflichtet: „Ich bin, was ich heute bin, weil mir jemand geholfen hat. Ich hatte nichts, aber die SOS-Kinderdörfer haben mir ein Leben und eine Zukunft gegeben“.

Schicksale wie das von Ariful zeigen: Nur wenn man notleidende Kinder unterstützt, haben sie auch eine wirkliche Chance. In 135 Ländern helfen die SOS-Kinderdörfer weltweit Kindern in Not darin, ihre Persönlichkeit zu entwickeln und langfristig Perspektiven zu schaffen. Das ist nachhaltige und wirksame Hilfe! Erfahre hier, wie auch du helfen kannst. 
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